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Börsen - Lexikon

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Ad hoc Publizität
Verpflichtung eines Emittenten von Wertpapieren, Insiderinformationen, die ihn unmittelbar betreffen, unverzüglich zu melden und zu publizieren. Die Veröffentlichungspflicht für Wertpapieremittenten ist in § 15 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) geregelt. Demnach erstreckt sich die Verpflichtung des Emittenten, Insiderinformationen zu veröffentlichen, auf die von ihm begebenen Wertpapiere, die an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen oder in den Regulierten Markt oder den Freiverkehr einbezogen sind. Die Pflicht zur Ad hoc Publizität soll dem Missbrauch von Insiderkenntnissen entgegenwirken und die Markttransparenz erhöhen. Ein Verstoß kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Aktie
Wertpapier, das einen nach der Gesamtzahl der Aktien berechneten Bruchteil des Grundkapitals repräsentiert. Nach dem deutschen Aktienrecht gibt es Nennwertaktien und sogenannte. Stückaktien. Die in der Aktie verkörperte Mitgliedschaft gewährt dem Aktionär unter anderem das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen, das Stimmrecht auf Hauptversammlungen, das Recht auf einen Gewinnanteil (Dividende), das Bezugsrecht auf neue "junge" Aktien bei Kapitalerhöhungen. Einige dieser Rechte können unter bestimmten Voraussetzungen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Aufsichtsrat
Nach dem Aktiengesetz vorgeschriebenes Organ, dem die Kontrolle des Vorstands obliegt. Die Mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt, soweit sie nicht in den Aufsichtsrat zu entsenden oder von der Arbeitnehmerschaft nach Mitbestimmungsgesetzen zu wählen sind. Die Aufsichtsratsmitglieder können höchstens für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung bestellt werden, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Zu den wichtigsten Funktionen des Aufsichtsrates zählen die Bestellung und Abberufung des Vorstandes sowie die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes.

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